Freitag und Montag ist jeweils nichts spannendes passiert, da habe ich eben mal nur rumgegammelt und entspannt.
Samstag ging es ganz früh los zur Coach Station von wo aus diverse Busse viele Menschen in alle Ecken des Landes fahren. Unser Bus ging neun Uhr und nach etwas mehr als zwei Stunden Fahrt, die wie immer mit futtern, quatschen, schlafen und Musik hören verbracht wurden, sind wir dann in Brighton angekommen.
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| Angekommen, mit dem Pier im Hintergrund |
Kaum aus dem Bus ausgestiegen begrüßte uns auch schon der sehr frische Seewind und wir haben unsere kleine Wanderung Richtung Osten der Stadt begonnen. Bis zu unserem Hostel waren es 30 Minuten Laufweg (wahrscheinlich auch der Grund weswegen ich jetzt Muskelkater habe :D) die wir erst mal mit unseren Taschen gemeistert haben. Dann haben wir unser 18-Betten-Schlafdomizil bezogen und sind die 30 Minuten wieder zurück in die Innenstadt gelaufen. Dort haben wir angefangen - wie soll es auch anders sein - die Geschäfte zu erkunden.
Niedliche kleine Boutiquen, Ramschläden, Definitiv-nicht-mein-Budget-Läden, Restaurants und Cafes. Alles einfach unglaublich schön. Vor allem als wir dann durch die ganz engenn Gässchen gelaufen sind. Da wo kein Auto, vielleicht gerade so ein Fahrrad lang kommt. Da wo noch mehr kleine Boutiquen stehen und man sich plötzlich auf einem winzigen Platz mit einem kleinen Brunnen steht. Immer wieder faszinierend und für mich persönlich fast noch schöner als eine Großstadt die bei Nacht hell und in verschiedenen Farben leuchtet.
Das Wetter war zwar nicht grade großartig, aber da es auch ein Einkaufszentrum gab, konnten wir uns da etwas aufwärmen. Und als wir dann weiter gegangen sind, uns von einem Cafe haben anlocken lassen und mit Eis und Cupcake am Fenster saßen, brach der Himmel plötzlich auf und die Sonne schien. Völlig euphorisch wollte ich dann sofort zum Strand und alle Wärme nutzen die uns irgendwie geboten wird. Als wir dann unten waren, hatten es uns viele Menschen gleich getan und sich gemütlich an den Steinstrand gesetzt. Einige hatten sich gleich in ihre Neoprenanzüge geschmissen und sind mit dem Surfbrett raus und der alte Mann der mit seinem Metalldetektor am Strand nach Schätzen sucht hat natürlich auch nicht gefehlt.
An den Abend haben wir einen wunder, wunderschönen Sonnenuntergang betrachten dürfen, einen von der Art die man eben nur am Meer zu sehen bekommt.
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| Meine Wahl bei der Qual der Wahl |
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| Einfach nur wunderschön! |
Am Sonntag hatten wir leider kein Glück mit dem Wetter, aber da wir sowieso schon viel gesehen hatten und der Rest auf unserer List zum Großteil aus Innenaktionen bestand, war das in Ordnung.
Wir haben noch ein paar Gassen erforscht, hier und da ein bisschen Geld ausgegeben (irgendwas braucht man ja aber auch IMMER), noch in ein relativ unspektakuläres Museum und schließlich zum Pier.
Der Pier - DIE Attraktion in Brighton. Essen, Glücksspiel und Nervenkitzel in Form von Achterbahnen. Und das alles auf dem Wasser. Erste Etappe war die Spielhölle. Wir standen dann an einem dieser Automaten in dem ganz viel Kleingeld drin liegt und ein Metallteil sich vor und zurückbewegt. Wenn man nun noch mehr Münzen reinwirft schiebt das Metallteil die vorderen Münzen hoffentlich nach vorne und esfällt etwas in den Schacht.
Nachdem wir alle unsere 10p in diesen Automaten gesteckt hatten war der Wille die Maschine zum spucken zu bekommen sehr groß. Nathi tauscht einen Pfund ein, dann ich, dann wieder Nathi und noch mal ich. Dann mussten wir uns zwingen rauszugehen, damit das ganze nicht eskaliert. die 50p die wir gewonnen hatten, liegen jetzt wieder in dem Automaten (jaja, die Hoffnung stirbt erst wenn man alles Geld reingeworfen und nichts bekommen hat), aber die 20ct die irgendjemand in den Automaten gesteckt hat, die sind jetzt in meinem Portemonaie. Immerhin zwei Center Shocker.
Nach der Aktion haben wir uns noch das Rummelabteil vom Pier angeschaut. Rummel eben, nichts besonderes. Und dann haben wir jeder einen Crepe für jeweils (!!!) 4.80 Pfund gekauft. Ekelhafter Preis, aber immerhin hat's geschmeckt. :D
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| Der Anschein trügt. Leider fallen die Münzen nicht einfach so runter.. |
Ein letztes Mal zum Hostel, das Gepäck abholen, kurz verschnaufen und dann noch mal eine halbe Stunde zurück ins Zentrum. Dort haben wir uns völlig erschöpft in ein Restaurant gesetzt und Abendbrot gegessen.
20.40 fuhr unser Bus los und etwa halb elf waren wir wieder in London.
Ich persönlich hatte ein richtig tolles Wochenende und habe mir vorgenommen noch mal nach Brighton zu fahren. Aber wohl erst in einigen Monaten, wenn ich London wieder besuche, am besten im Sommer. Denn Strand ohne Sonne ist nur halb so schön.
Nichtsdestotrotz hat es richtig gut getan mal raus zu kommen, etwas anderes zu sehen und den Kopf frei zu bekommen. Das ist in einer Stadt wie London meiner Meinung nach sehr wichtig.
Und wer sowieso vor hat irgendwann mal nach England zu fahren: Lass bloß nicht die Südküste aus, die lohnt sich! :)
Bis bald,
Eure Helen :)









