Bis dahin habe ich noch ein paar kleine Dinge zu erleben.
Zum Beispiel die seit neustem erschaffene "Wholesale Team Night Out", relativ selbsterklärend. Mein Team geht trinken. :D
Bis jetzt war ich nur ein mal dabei, aber es hat auch erst zwei Mal stattgefunden. Die ein oder anderen Klischees wurden besprochen, Abschlussfahrten diskutiert und meine eine Kollegin musste ein weiteres Mal nachdrücklich klarmachen, wie absolut eklig sie Schnitzel findet. Pah. Da habe ich lieber einen großen Schluck Cider genommen und ihr nicht von den (nicht vorhandenen) Würzkünsten der Briten erzählt. :D
Abgesehen davon war es ein sehr entspannter und lustiger Abend und eine schöne Gelegenheit sich mit den Kollegen mal etwas länger als zehn Minuten über Privatsachen zu unterhalten.
Das Wetter meint es in letzter Zeit ziemlich gut mit London, also konnte ich das Wochenende vom 11. und 12. April sehr viel draußen und in Frühlingsklamotten verbringen. Ein bisschen über den Covent Garden Market schlendern und dem Artisten zuschauen, wie er mit komplett übertriebener Geste über ein Seil läuft (alle Achtung!) und dann beginnt mit einem schrecklich deutschem Akzent englisch zu sprechen (Ach du heilige...). Für Sonntag hatte ich zwar mit Nathalie ausgemacht, dass wir ins Victoria & Albert Museum gehen, aber da das Wetter so unglaublich schön war, haben wir uns umentschieden und lieber den ganzen Tag im Hydepark das Gesicht in die Sonne gehalten.
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| Der läuft über ein Seil, ein anderer hat sich auf ein Nagelbrett gelegt |
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| Sonne und Wochenende!! |
Etwas traurig war es doch, denn damit fangen diese ganzen "Das letzte Mal"-Situationen an. Wobei es definitiv nicht das letzte Mal London ist.
Das Wochenende habe ich dann wieder viel draußen verbracht, denn das Wetter konnte sich weiterhin benehmen. Am Samstag ging es nach Notting Hill, den Portobello Road Market lang laufen, Churros essen, noch mehr Sonne ins Gesicht scheinen lassen, die protzigen Gebäude anschauen und sich überlegen, womit die Bewohner wohl ihr Geld verdienen. Ganz hoch im Kurs stehen Drogenhandel, und Steuerhinterziehung. :D
Da sind es wohl eher Schauspieler oder die Leute die hart arbeiten und sich dann ab und an auf dem Golfplatz gegenseitig die Hände schütteln. Wer weiß, wer weiß. Jedenfalls ist Notting Hill trotz der Protzigkeit ein unglaublich schönes Viertel und auch ziemlich sauber im Gegensatz zu anderen Stadtteilen.
Am Abend ging es dann in den Stammpub und danach in einen Club wo ich das erste Mal seit langem wieder einfach so tanzen konnte (die Silent Disco mal ausgeschlossen). Blöderweise naht gegen null Uhr immer eine wichtige Entscheidung.
1) Es ist grade so cool, du willst nicht gehen und nimmst dafür in kauf später mindestens (!!) zwei Stunden bis nach Hause zu brauchen. Mit drei verschiedenen Bussen und es ist kalt. Das Gequatsche der besoffenen Mädels die von einem ebenso besoffenen Mädchen oder einem Kerl in nahezu komatösem Zustand (deswegen können die Mädels auch so viel quatschen) nach Hause gebracht werden stört deinen Halbschlaf. Und du bist erst um vier oder fünf oder sechs zu Hause. Damit wäre der nächste Tag relativ unbrauchbar.
2) Es war so schön und das reicht aus, es war ein toller Abend den du guten Gewissens jetzt abbrechen kannst. Du wirst nur eine Stunde bis nach Hause brauchen und bist demnach schon um eins im Bett, der nächste Tag ist noch brauchbar und da du mit der Ubahn fahren kannst, wird es nicht allzu kalt. Abgesehen davon sind in der Ubahn nach Hause meistens alle still und starren nur vor sich hin, anders als im Bus.
Wer hätte es gedacht, ich habe mich für 2) entschieden. :D Man versteht schon, warum die Briten so früh anfangen mit trinken/feiern.
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| Notting Hill |
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| ein ganz normaler Hauseingang (für Notting Hill) |
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| Portobello Road Market |
So viel erstmal wieder von mir. Eine schöne Aprilwoche noch und bis bald (auch persönlich),
Eure Helen :)






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