Sonntag, 2. November 2014

Orientierungslauf um Elephant&Castle

Man glaubt es kaum. Ich bin schon den dritten Tag hier und erst heute hat es wirklich geregnet und das auch nur Vormittags. :D

Als ich am Freitag in London gelandet bin, hat mich mein Gastvater mit seinem Taxi abgeholt und mich ca. eine Stunde bis in mein neues Zuhause gefahren. Dort hat auch schon meine Gastmutter gewartet, eine sehr freundliche und fröhliche Person die eigentlich ständig lacht, und mir mein Zimmer gezeigt. Es ist ist zwar nur halb so groß wie mein Zimmer in Deutschland, aber darauf hatte ich mich ja vorbereitet und es ist eigentlich auch nicht schlimm. Trotzdem ist es mir von Zeit zu Zeit lieber, wenn meine Tür offen steht, auch aus dem Grund, dass ich mich ja nicht von meiner Gastfamilie abtrennen möchte.
Mein Zimmer liegt im zweiten Stock, nebenan wohnt meine Gastcousine und wir teilen uns ein Bad. Im Haus wohnen sonst noch meine Gasteltern und zwei ihrer vier Töchter. Die anderen beiden sind schon verheiratet und haben Kinder (drei von den Kleinen waren Freitag da, so süß!!). Es ist also praktisch immer was los. :D
Ich bin in eine wirklich sehr nette Familie geraten, ständig werde ich gefragt, wie es mir geht, ob ich noch was essen möchte und ich darf auch nicht vergessen, dass hier jetzt für die nächste Zeit mein Zuhause ist ("It's your home. Take what you need.").

Gestern habe ich meine Oyster Card bekommen und war ein Stück im Park spazieren der nicht weit entfernt von meinem Zuhause liegt. Das schöne Wetter was wir gestern hatten haben natürlich auch noch viele andere Leute genutzt. Der Spielplatz war extrem voll und immer wieder kamen neue Eltern mit ihren unglaublich niedlichen Kindern die mir teilweise einfach zugewunken haben oder irgendwas im vorbeilaufen zu mit gesagt haben.

Für heute hatte ich geplant meinen Arbeitsweg ab zu fahren, damit morgen auch nichts schief läuft. - Gute Idee!
Ich hab mir hier schön alles raus gesucht und sogar eine Skizze gemalt, ich von der Monsterhaltestelle "Elaphant & Castle" zu meiner Arbeitsstelle komme.
Diese Art Planung kennt man ja vielleicht von mir. Aber was manche noch besser kennen ist das was heute passiert ist: Ich habe diese tolle Skizze natürlich Zuhause vergessen.
Mit Bus und U-Bahn zu dem Haltestellenkreisverkehr zu kommen war kein Problem, aber die Straße zu finden in die ich rein musste schon. Nachdem ich eine Frau gefragt hatte und ein mal um die komplette Station mit integriertem Einkaufszentrum herum gelaufen bin habe ich es dann irgendwie geschafft die Straße zu finden. Und nach mehr Herumirrerei habe ich auch meine Arbeitsstelle ausfindig gemacht.
Man muss auch dazu sagen, dass ich kein Internet auf dem Handy habe, sonst wäre das alles etwas schneller gegangen.
Glücklicherweise konnte ich mich an ein paar Straßennamen erinnern und rund um diesen Haltestellenkreisverkehr standen Karten auf denen dieser Kreisverkehr und ein paar umliegende Straßen dargestellt waren.

Eigentlich wollte ich die Gelegenheit nutzen und noch ein Sück weiter laufen um zur Towerbridge zu kommen (so weit entfernt ist die von meiner Arbeit nämlich gar nicht - für londoner Verhältnisse). Aber nach dieser Suchaktion hatte ich dann auch keine Nerven mehr und bin erst mal nach Hause gefahren.
Die ganze Zeit in der ich draußen war, hat es nur wenig genieselt, aber jetzt regnet es schon wieder doller. Zum Glück sitz ich in meinem kuscheligen Zimmer.

So viel erst mal von mir, morgen geht der Ernst ja erst los.

Bis bald,
eure Helen :)

Meine Straße mit den schönen kleinen Häusern :)

Mein Bett das ungefäht 1/3 bis die Hälfte meines Zimmers in Anspruch nimmt

der Teil des Zimmers ohne Bett

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